Klever Rosenmontags Komitee

Chronik

Teil 1
 
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           Zu einem Empfang am Rosenmontag (22. Februar) 1971 hatte Bürgermeister Richard van de Loo die Klever Karnevalsgesellschaften „Brejpott-Quaker“, „Fidelitas“, „Germania“,  „Klefse Köklers“ und „Schwanenfunker“ eingeladen. Bei dieser Zusammenkunft war man sich einig, auch in Kleve in Zukunft wieder Rosenmontagszüge durchzuführen und damit an eine alte und langjährige Tradition anzuknüpfen. Schon im Jahr 1882 zog der erste organisierte Rosenmontagszug durch Kleves Straßen. Dieser närrische Lindwurm setzte sich aus 28 Zugnummern zusammen. Es wird berichtet, „dass der Zug äußerst gut gelungen war.“

Einen Rosenmontagszug mit ansprechendem Niveau zu organisieren war auch die Zielsetzung des „Festausschusses für die Gestaltung des Rosenmontagszuges“, der nach mehreren Vorbesprechungen –jeweils unter dem Vorsitz vom Bürgermeister – am 2. Juli 1971 gebildet wurde. In dem Ausschuß waren alle Klever Karnevalsgesellschaften vertreten. Präsident wurde Paul Cornelissen von der Karnevalsgesellschaft „Brejpott-Quaker“.

Es galt nun, in mühevoller Kleinarbeit die vorgesehenen karnevalistischen Ereignisse vorzubereiten und durchzuführen. Dabei leistete die Stadt Kleve sowohl in finanzieller als auch in materieller Hinsicht wesentliche Hilfe. Aber auch das Engagement der Klever Vereine und Verbände, der Industrie und Geschäftswelt sei an dieser Stelle lobend erwähnt.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen, für die Bürgermeister Richard van de Loo und Stadtdirektor Dr. Schröer die Schirmherrschaft übernommen hatten, wurde die karnevalistische Neuzeit in Kleve eingeleitet.

Am 13. Januar 1973 fand in der Stadthalle die erste Prinzenproklamation statt. Heinrich Derksen hatte den Mut, den Anfang zu machen und das Eis zu brechen. So übernahm er als Prinz „Heinrich der Eisbrechen“ die Regierungsgewalt.

Am 3. März 1973 erfolgte der Rathaussturm. Mit Unterstützung seiner Garde konnte der Prinz schon nach wenigen Minuten die Macht an sich reißen, stürmisch gefeiert von seinen närrischen Untertanen.

Am Abend des gleichen Tages fand in der Stadthalle der erste Prinzenball statt, der mit dem Einzug des Prinzen und seiner Garde den Höhepunkt erreichte.

Der Rosenmontagszug am 5. März 1973, der unter dem Motto „Bad Kleve, anno 2000“ stand, wurde zu einem Triumphzug für „Heinrich der Eisbrecher“. Zehntausende begeisterter Menschen aus nah und fern jubelten, schunkelten und lachten, als sich der aus 33 Wagen und fast ebenso vielen Fußgruppen bestehende Zug durch die Straßen von Kellen, Kleve und Materborn wälzte. Auch das Mittagsmagazin im zweiten Programm des WDR berichtete von diesem närrischen Ereignis.

Durch den großen Erfolg ermutigt, war es für den Festausschuß eine Selbstverständlichkeit, die durchgeführten Veranstaltungen als festen Bestandteil für das jeweilige Programm der kommenden Sessionen zu berücksichtigen. Daher kann auf eine Berichterstattung über die sich wiederholenden Aktivitäten verzichtet werden.

Künstlerische Beratung und Unterstützung wurden dem Festausschuß im ersten Jahr der karnevalistischen Neuzeit durch den Grafiker und Maler Bruno van Dyck zuteil. Er fertigte u.a. auch die Entwürfe für die ersten Prinzenorden und das spätere KRK-Emblem an. Am 14. Juni 1973 erfolgte die Umbenennung des Festausschusses zur Gestaltung des Rosenmontagszuges in „Klever Rosenmontags-Komitee“ (KRK).

1974 wurde die Karnevalsgesellschaft „Funkturm Hau“ in das KRK aufgenommen.

 Am 24. August 1978 übernahm Hans Heiden von der Gesellschaft „Germania“ Materborn das Amt des KRK-Präsidenten. Seinem Amtsvorgänger Paul Cornelissen wurde für die in den vergangenen Jahren geleistete harte Arbeit herzlich gedankt. Gleichzeitig wurde die Vereinigung Klever Karnevalsgardisten (VKK) in das KRK aufgenommen.

Im Dezember 1978 erfolgte die Gründung des „Förderkreises des Klever Rosenmontags-Komitees“.

Am 3. Februar 1979 wurde erstmalig in der Kavarinerstraße ein Prinzenfrühschoppen durchgeführt, in dessen Verlauf Prinz „Theo der Feurige“ die Preisverteilung für den Malwettbewerb „Prinzenwagen“ vornahm. Auch der Prinzenfrühschoppen ist wegen seiner besonderen Attraktivität fester Bestandteil der KRK-Veranstaltungen geworden.

Im Dezember 1979 gab das KRK die erste Schallplatte mit dem Titel „Klever Prinzenlieder“ heraus. Der Reinerlös diente der Finanzierung des Rosenmontagszuges.

Am 24. September 1979 erfolgte die Aufnahme der Karnevalsgesellschaft „Klever Schildbürger“ in das KRK.

Anläßlich der 600-Jahrfeier der Gründung der Klevischen „Gheselschap van den Gekken“ wurde am 14. November 1981 ein anspruchsvolles Festprogramm durchgeführt. Eine Kommission, bestehend aus Mitgliedern der einzelnen Karnevalsgesellschaften, des Klevischen Heimat- und Verkehrsvereins und der Stadt Kleve, hatte dieses Programm sorgfältig vorbereitet. Die Federführung lag beim KRK.

Unter dem Titel „Klever Heimat- und Karnevalslieder“ gab das KRK im November 1981 die zweite Schallplatte heraus. Auch hierbei kommt der Reinerlös wieder der Finanzierung des Rosenmontagszuges zugute.

Rückblickend kann festgestellt werden, dass es dem Klever-Rosenmontags-Komitee laut Satzung in den vergangenen zehn Jahren gelungen ist, den gestellten Aufgaben weitestgehend gerecht zu werden.

Ein herzliches Wort des Dankes gilt allen, die sich bereit fanden, die Bestrebungen des KRK zu unterstützen: der Stadt Kleve, den Herren Bürgermeister van de Loo und Stadtdirektor Dr. Schröer, den Mitgliedern des Förderkreises, den Karnevalsgesellschaften, Vereinen und Verbänden, der Klever Industrie und Geschäftswelt, der örtlichen Presse und nicht zuletzt dem Maler und „Hofgrafiker“ Emil Luib, der seit Jahren seine künstlerische Fähigkeiten in den Dienst des KRK gestellt hat.

Darüber hinaus muß auch allen bisherigen Prinzen und Gardisten gedankt werden. Durch ihren persönlichen Einsatz haben sie mit dazu beigetragen, dass der Klever Karneval über die Grenzen unserer Vaterstadt hinaus wieder eine bedeutende Stellung einnimmt.

   

 
Klever Rosenmontags Komitee (KRK)  •  Kavariner Straße 20 -22  •  47533 Kleve